Als «vergessene Frucht» wird die Quitte (Cydonia oblonga) gern bezeichnet. Bis 1900 war sie in Mitteleuropa sehr beliebt. Danach verdrängten ihre Verwandten, die Äpfel und Birnen, die Quitte fast vollständig, und ein Comeback gelingt ihr nur zögerlich: weil sie eben doch Arbeit macht.

Die Quitte ist eine sehr alte Frucht, die ursprünglich wohl aus dem Kaukasus stammt. In Armenien und im Iran wächst sie wild. Mit den Römern gelangten die Bäumchen in den Mittelmeerraum und nach Europa, wo sie später häufig als Schmuckbaum in fürstlichen Parks auftauchten.

Quittenbäume sind eine Zierde im Garten: Von interessantem Wuchs, der etwas einem Olivenbaum ähnelt, mit schöner Rinde und silbriggrünen Blättern, die erst spät im Herbst fallen. Von Mai bis Juni prunken sie mit bis zu fünf Zentimeter grossen, weissen bis zart rosa überhauchten, dunkel geaderten Blüten. Die Früchte sind von einem pelzartigen Flaum bedeckt und bestechen vor allem  mit ihrem wunderbar aromatischen, zugleich süssen und frischen Duft. (Quelle: Pflanzenlexikon A.Vogel)

 

Quittengelée

Möchtest Du für Gelée viel Quittensaft,
dann brauchst Du viel Kraft.
So nehme 8 Quitten schön und fein,
zu kleinen Stücken schneid sie klein.

Ganz und gar mit Schale und Kern,
nur so entfaltet sich der Geschmack voll und gern.
Giesse Wasser dran mein Kind,
bis sie ganz bedeckt sind.

Lass sie kochen bis sie weich,
nimm sie dann vom Feuer gleich,
giess ein Glas Rotwein noch dazu,
das gibt Farbe, von einer Zitrone auch noch den Saft.

Dann lass es 24 Stunden stehen,
damit die Farbe in Saft kann übergehen.
Nun giess das ganze durch ein feines Tuch,
bist Du hast klaren Saft genug.

Auf einen Liter Saft allein,
800g Zucker gib mit rein.
Das koche sanft und nehme war,
bis es verschäumt und völlig klar.

Füll es in Gläser und mach den Deckel zu,
sodass der Quittengelée nun ist in Ruh,
bis der Beschenkte das Glas aufmacht
und vor Freude lacht.

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